Gefunden?

Was passiert wenn das von Euch berechnete Signal den Suchkriterien entspricht.

Die berechneten Daten werden an das Berkeley SETI@home Team zurückgesandt. Dort werden die Daten auf Radio-Frequenz-Störungen geprüft, was mit Hilfe einer umfangreichen Datenbank geschieht, die das Team ständig  aktualisiert. An dieser Stelle werden etwa 99.9999% der Signale als eine solche Störung identifiziert. Auch werden Testsignale entfernt.

Signale die nicht direkt zugeordnet werden können, werden erst mit bekannten Himmelsphänomenen verglichen und bei negativem Ergebnis erneut Untersucht. Das SETI@home Team muss dazu extra Teleskopzeit beantragen, da es das Teleskop nicht kontrolliert. Dies kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen.

Sollte ein Signal mehr als zwei mal oder öfter kontrolliert worden sein, und sich nicht als Störung oder Testsignal herausstellen, wird das Team eine andere Forschungsgruppe damit beauftragen, sich das Signal einmal anzusehen. Das andere Team wird das Signal mit eigenen Geräten überprüfen, um auszuschließen das es sich um einen technischen Defekt handelt. Auch wird eine interferometrische Messung durchgeführt (für diese Messung brauch man zwei weit voneinander entfernte Observatorien), um festzustellen ob das Signal in interstellarer Entfernung liegt.

Wenn eine Bestätigung erfolgt, wird das SETI@home Team eine Bekanntgabe in Form eines IAU (International Astronomical Union) Telegrams machen. Dort stehen alle benötigten Daten die für weitere Beobachtungen benötigt werden. Die Person(en) auf deren Computer das Signal gefunden wurde, wird zusammen mit den Mitgliedern des SETI@home Teams, namentlich als Mitentdecker genannt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht klar, ob es sich um einer intelligenten Zivilisation oder ein neues astronomisches Phänomen handelt.

Dieses Verfahren ist auf jeden Fall einzuhalten. Also sollte Ihr etwas ungewöhnliches auf Eurem Bildschirmschoner entdecken, ruft nicht gleich eine Pressekonferenz ein. Dies würde dem Projekt mehr schaden als helfen.