RFI

Radio Frequenz Interferenzen

Wer die Newsletter von SETI@home aufmerksam gelesen hat, wird sicher öfter über die Abkürzung RFI gestolpert sein. Diese Abkürzung steht für Radio Frequenz Interferenzen (oder auch Störende Frequenz-Einflüsse), also Signale die bei der Suche nach ET als störend empfunden werden. Diese Signale sind durchweg irdischen Ursprungs. Leider ist es bedeutend leichter irdische Signale zu empfangen, als ein außerirdisches. SETI@home empfängt seine Signale mit dem Radioteleskop in Arecibo, dem größten und empfindlichsten Teleskop der Erde. Natürlich ist Arecibo durch seine Empfindlichkeit sehr anfällig für RFI's und so wundert es nicht das es sich bei den meisten Daten die Berkeley berechnen läst um eben diese RFI's handelt.

Berkeley unterscheidet dabei zwei Arten von RFI

 Schmalbandige RFI

Da sich das Radioteleskop in Arecibo nicht bewegen läst lassen sich bestimmte Punkte im All nur für 12 Sekunden beobachten. Dies entspricht der Zeit in dem ein Objekt durch den Empfangsbereich des Teleskops streift. Dabei müsste ein entferntes Signal an- und abschwellen (Die sogenannten Gaussichen Signale, die auf ein Koordinatensystem übertragen etwa die Form einer Glocke haben.). Es gibt aber immer wieder Signale die in einem engen Frequenzbereich (deshalb Schmalbandig) lange mit einer konstanten Stärke strahlen. Im Bildschirmschoner würde dies wie eine schmale Wand erscheinen. Diese Signale sind eindeutig irdischen Ursprungs.

Breitbandige RFI

Dabei handelt es sich um Signale die in einem großen Frequenzbereich strahlen. Auch hier geht man davon aus das sie irdischen Ursprungs sind. Zum einen sind diese Signale meistens zu schwach um sich vom Hintergrundrauschen abzuheben. Zum anderen müssten Unmengen an Energie aufgebracht werden um ein solches Signal durch das All zu senden. man betracht dies als Verschwendung von Ressourcen. Ein typischer Fall für ein solches Signal wäre etwa die Strahlung eines Radars.