Das "Wow!" - Signal

Die Geschichte

Die Bedeutung der Zeichen

Weitere Überprüfungen


Die Geschichte

Wie schon Tausende male zuvor, schaute Jerry Ehman über die Computerausdrucke des Big Ear, ohne zu erwarten dabei etwas ungewöhnliches zu finden.

Aber was Ehman am 15. August 1977 sah - und seine Reaktion darauf - fand Einzug in Radioastronomische Lehrbücher und wird bis heute von Forschern diskutiert.

Der Columbia Mann sah ein so starkes Signal, das dass Big Ear Aufnahmegerät aus der Scala katapultierte. Ein aufgeregter Ehman kritzelte "Wow!" auf den Ausdruck. Dies gab dem Signal seinen Namen.

Könnte dies der Menschheit erster Kontakt mit einer außerirdischen Intelligenz gewesen sein? Die Forscher der Ohio State University waren sich nicht sicher. Sie beobachteten in den nächsten Monaten diesen Teil des Himmels sehr genau, und befasten sich seitdem immer mal periodisch damit.

Leider wurde das Signal kein zweites mal entdeckt und bleibt damit den Beweiß schuldig, ob es ein Signal einer außerirdischen Intelligenz war. So bleibt das "Wow!"-Signal nur eine interessante Fußnote der SETI-Projekte.

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Die Bedeutung der Zeichen

Jede Reihe des Computerausdrucks repräsentiert das Ergebnis von Daten die in einer Zeitperiode von etwa 12 Sekunden gesammelt wurden. 10 Sekunden werden dazu benutz, um die durchschnittliche Intensität von jedem der 50 Kanäle zu erhalten. Die restlichen zwei Sekunden werden benötigt um die Daten zu berechnen und interessante Phänomene zu analysieren. Die 50 Kanäle werden auf den Ausdruck in Spalten von links (=1) nach rechts (=50) dargestellt.

Durch den geringen Platz der auf dem Ausdruck zur Verfügung steht, mussten verschiedene Intensitäten durch Buchstaben dargestellt werden. Um dies zu bewerkstelligen musste das Programm durch einen fünfstufigen Prozess laufen. 

Dadurch ergaben sich folgende Signalstärken für die "6EQUJ5" Sequenz im zweiten Kanal des Ausdrucks.

Zeichen des Ausdrucks

Verhältnis zwischen Signal und Hintergrundgeräuschen 

6

6 bis 7

E

14 bis 15

Q

26 bis 27

U

30 bis 31

J

19 bis 20

5

5 bis 6

Dies bedeutet, dass das stärkste Signal "U" etwa 30,5 mal stärker war als die vorhandenen Hintergrundgeräusche. Wobei die meisten Geräusche durch den Empfänger selbst entstanden. Einige der Hintergrundgeräusche stammen aber auch Bäumen, Gras und andere das Teleskop umgebende Dingen, sowie aus dem All (wie den Resten des Urknalls der vermutlich vor ungefähr 15 Milliarden Jahren stattfand). 

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Weitere Überprüfungen

Das Big Ear Team versuchte im Monat nach der Entdeckung wiederholt das Signal wiederzufinden. Ohne Erfolg. In den Jahren 1987 und 1989 versuchte der Wissenschaftler Robert Gray mit dem 26m Teleskop des Oak Ridge Observatoriums noch einmal das Wow!-Signal zu finden. Auch ohne Erfolg. 

Aber Gray gab nicht auf. In dem Jahren 1995 und 1996 hatten er und sein Kollege Kevin B. Marvel erneut die Möglichkeit das Signal wiederzuentdecken. Sie benutzten dafür alle 27 Teleskope des VLA. Drei Szenarien wurden während dieser beiden Durchgänge überprüft:

  1. Das Wow!-Signal ist wirklich da sendet zwar ständig aber nur sehr schwach.  Das VLA wäre durch seine Empfindlichkeit in der Lage ein schwaches Signal aufzufangen.  Diese Überprüfung brachte keinen Erfolg.

  2. Das Wow!-Signal war nur ein Hallo, dass eine schwächere Botschaft ankündigen würde. Vom Standpunkt des  Energieverbrauchs des Sendenden währe dies keine schlechte Entscheidung. Aber obwohl das VLA tausendmal schwächere Signale als das Original auffangen könnte wurde nichts gefunden.

  3. Das Wow!-Signal wird nur ab und zu gesendet. Um dies zu überprüfen wurde eine Zusammenarbeit mit Simon Ellingsen von der University of Tasmania vereinbart, der die Möglichkeit hat die Position des Originals für 14 Stunden am Tag zu observieren.

Eindeutig ist bis jetzt nur eins. Das Signal ist eindeutig künstlich und stammt aus dem Weltraum. Jerry Kraus vermutet das es vielleicht von einer Weltraumsonde gesendet wurde, die er und das Big Ear Team nicht kannten. Dies würde das Wow!-Signal zu einem intelligentes Signal aus dem Weltraum machen, aber nicht zu einen außerirdischem.

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Quelle: Big Ear Radio Observatory & The Planetary Society