Optical SETI

Optical SETI ist die Suche nach sichtbaren oder infraroten Signalen von außerirdischen Zivilisationen.


Die Ursprünge

Im Jahre 1959 erschien im Magazin Nature der vielbeachtete Artikel von Cocconi und Morisson, indem sie über die Möglichkeit interstellarer Kommunikation durch Mikrowellen nachdachten. In diesem Jahr gab es noch keine Laser.

Doch innerhalb eines Jahres erfanden Schalow und Townes den Laser, für den sie auch den Nobel-Preis bekamen. Und im darauffolgendem Jahr erschien im Magazin Nature (schon wieder!) ein Artikel mit dem Titel "Interstellar und Interplanetary Communication by Optical Masers", der erste Vorschlag zu Laser-SETI.

Zu dieser Zeit waren Laser noch neue, komplizierte Geräte mit schwacher Leistung, während die Radiotechnologie sich seit Jahrzehnten vorentwickelt hatte und relativ ausgereift war. Vielleicht lag es ja an diesem Umstand das sich SETI auf die Wasserstoff-Linie (21-cm-Linie) einschoss.

Die, seit dieser Zeit, schnelle Entwicklung in der Lasertechnologie, sowie die Entdeckung vieler anderen Mikrowellen-Frequenzen von astronomischem Interesse,  haben den Reiz von Wasserstoff-Linien-SETI etwas abgeschwächt. Tatsächlich wird heutzutage auf der Erde Licht zur Kommunikation verwendet. Die alten Kupferkabel werden durch Lichtwellenleiter und Fieberglas-Kabel ersetzt.

Obwohl die meisten der etwa 50 SETI-Projekte ihre Suche mit Radioteleskopen durchführen, gibt es auch eine Handvoll die nach optischen Signalen suchen. Russische und amerikanische Gruppen schauen nach kurzen Laserimpulsen. Einige amerikanische Gruppen suchen außerdem nach Spektrallinien von Lasern, sowie nach optischen Artefakten die nicht von Lasern stammen.

Die Lasertechnologie ist reifer geworden und die SETI-Gemeinschaft hat angefangen den Laserpionieren zuzuhören. Des weiteren führte das SETI-Institute im Jahre 1998 einen Workshop durch der sich mit neuen Strategien der Suche beschäftigte.

Quelle: Havard /Smithonian