Zusammenfassung und Schlussfolgerungen


Die Artefakt-Hypothese geht davon aus, dass eine fortgeschrittene außerirdische Zivilisation ein Langzeitprogramm der galaktischen Erforschung unternommen hat, und zwar mit Hilfe der Versendung materieller Artefakte. Vier Hauptklassen von unverborgenen, beobachtbaren Artefakten stehen als Möglichkeiten zur Verfügung, um die Hypothese experimentell beweisen zu können:
Sternenmanipulationsaktivitäten, sich-selbstreplizierende Artefakte, passive Artefakte und aktive Sonden. Von diesen , ist nur die aktive, sich-selbstreparierende Sonde die wahrscheinlichste, sowohl was ihr Existenz selbst als auch ihre Beobachtung innerhalb des Sonnensystems betrifft.

Glücklicherweise erfordert die Suche nach fremden Forschungssonden nicht die Durchkämmung des gesamten Sonnensystems. Rational gefertigte Artefakte werden sich selbst einen Standort wählen, von dem aus sie ständig die Welt überwachen können, die Leben trägt oder intelligentes Leben entwickelt und an dem sie zudem eine größte Lebensspanne bei einem Minimum an Komplexität erwarten dürfen. Fly-by Sonden sind unwahrscheinlich, so dass sich der potentiell abzusuchende Raum auf fünf Orbitalklassen reduziert, einschließlich geozentrischer, selenozentrischer, Erde-Mond-L4/L5-Bahnen, dem Erde/Mond-L1-L2-Halo und der Sonne-Erde-L4/L5-Orbits.

Der derzeitige Beobachtungsstand für jede dieser Orbitalklassen ist ungenügend. Vorbereitende Arbeiten haben begonnen, aber sie sind noch weit von einem endgültigen Abschluss entfernt. Zukünftige direkte optische Suchprogramme sollten die große Lücke in den Aufzeichnungen der Beobachtungen schließen. Dies kann unter Verwendung erdgebundener Instrumente, von Weltraumteleskopen, von Teleskopen auf der Mondoberfläche und direkten Sonden zur Jagd nach Artefakten geschehen. Und andere Methoden sind denkbar, um außerirdische Radiokommunikationen abzuhorchen oder abzufangen, deren Ursprung innerhalb unseres Sonnensystems liegt.

Quelle: The Journal of the British Interplanetary Society